HIRL-TANK GmbH - Tankreinigung und Tankschutz in Rosenheim für Oberbayern

HEIZÖLLAGERUNG in HOCHWASSERGEBIETEN


Die verheerenden Überschwemmungen 1999 und 2002 verursachten enorme Schäden. Aufschwimmende Heizöltankanlage wurden undicht, Gewässer und Gebäude verschmutzt, teure Sanierungen erforderlich.
Die Notwendigkeit die Vorschriften für die Heizöllagerung in Hochwassergebieten weiter zu präzisieren wurde durch die Ereignisse nachhaltig unterstrichen.

Zwischenzeitlich sind ein Teil der betroffenen Gebiete als Überschwemmungsgebiete ausgewiesen, (es kommen ständig weitere hinzu), die Hochwasserstände eines zu erwartenden Jahrhunderthochwassers (HQ 100) sind für die einzelnen Flurstücke festgelegt worden.

Heizöltankanlage in Hochwassergebieten müssen gegen Aufschwimmen gesichert sein. Für die Auftriebs- sicherungen und für die durch die Einleitung der Auftriebskräfte (*) beanspruchten Gebäudeteile sind statische Nachweise zu erbringen, die Tankwände müssen nachweislich dem äußeren Wasserdruck (**) standhalten.
Auch alle anderen Anlagenbestandteile, wie Armaturen und Leitungen, müssen bei Hochwasser dicht bleiben.
Heizöltankanlage in Hochwassergebieten sind prüfpflichtig. Ein Sachverständiger nach § 18 VAwS bestätigt in seinem Prüfbericht der zuständigen Kreisverwaltungs-behörde, dass die Tankanlage in allen Belangen für Überflutungszustände geeignet ist.

Wir planen und bauen kubische Heizöltankanlagen (Kellerstahltank) die die gestellten Anforderungen erfüllen, einschließlich Auftriebssicherungen, Statik, Armaturen, Leitungen und Sachverständigen-Abnahme. Außerdem rüsten wir vorhandene kubische Kellertankanlagen beliebigen Fabrikates in vollem Umfang nach. (Ältere vorhandene Batterietankanlagen sind für eine Nachrüstung in der Regel nicht geeignet).
* pro cbm (= 1.000 l) Lagervolumen ist der Auftrieb 1 Tonne; Zudem ist ein Sicherheits-Zuschlag S = 1,3 zu beachten
** pro m Hochwasserstand entsteht ein äußerer Wasserdruch von 1 Tonne pro Quadratmeter


Bei einem 5.000 l Tank ist der Berechnungsauftrieb 5 x 1,3 = 6,5 Tonnen. Auf einem Tankboden der z.B. 3 m unter dem Hochwasserspiegel liegt, beträgt der äußere Wasserdruck 3 Tonnen pro Quadratmeter.

Als Hersteller übernehmen wir natürlich die statische Auslegung des Tanks und dessen Elemente, der Tankboden ist naturgemäß einem höheren Wasserdruck ausgesetzt als die Tankdecke und muss stärker versteift werden. Die Profilwände unseres Systemtanks sind für äußeren Wasserdruck hervorragend geeignet und müssen nur bei sehr hohen HQ 100 zusätzlich versteift werden.

Um die Kosten weiter zu minimieren übernehmen wir auch die statische Bearbeitung der Auftriebssicherungen und der Einleitung der Auftriebskräfte ins Gebäude. Hierfür ist eine gründliche Bestandsaufnahme der Bausubstanz unerlässlich. Bauteile die zur Einleitung der Auftriebskräfte geeignet sind und die ausreichend Gegengewicht aufbringen müssen festgelegt werden. Vor der Ausführung werden alle Planungs- und Berechnungsunterlagen einem Ingenieurbüro für Baustatik zur Prüfung vorgelegt. In gleicher Weise wird bei der Nachrüstung vorhandener kubischer Kellertanks verfahren. Die Schlussabnahme durch den Sachverständigen war bei allen der über 200 Anlagen, die von uns neu oder umgebaut wurden ohne Probleme und mängelfrei.